Bildbearbeitung für Alle – unterstützt durch künstliche Intelligenz

Gefördert durch

Die weltweite Vernetzung durch Social Media und andere Werkzeuge macht jeden Teilnehmer zum Content Creator. Mit steigender Bedeutung von visuellen Elementen steigt auch der Bedarf an professioneller Bildbearbeitung. Aber herkömmliche Bildbearbeitungs-Werkzeuge sind teuer und erfordern eine aufwändige Einarbeitung. Fortschrittliche Algorithmen und Künstliche Intelligenzsysteme können dies nun ändern.

Im Forschungsprojekt KIDesign entwickelt die Firma img.ly zusammen mit dem Bochumer Institut für Technologie (BO-I-T) neuartige, KI-gestützte Tools zur Bildbearbeitung und zur Generierung von hochwertigen visuellen Designs.

Das Projekt wird unterstützt von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Näheres zum Projekt

„Jeder“ betreibt heute Bildbearbeitung, sei es in sozialen Netzwerken, Messengern, beim Erstellen von Flyern oder Postern, oder tatsächlich im Rahmen eines Hobbies. Die Ansprüche an visuelle Inhalte sind dabei stark gestiegen.

Das Problem dabei: Professionelle Bildbearbeitung erfordert viel Erfahrung und die entsprechenden Software-Tools haben eine hohe Einstiegshürde. Oft sind auch mit dem kreativen Prozess viele monotone Arbeiten wie beispielsweise das Freistellen von Objekten notwendig. In diesem Prozess scheint gerade für unerfahrene Nutzer Unterstützung notwendig und sinnvoll. Bisher existieren aber nur wenige intelligente Assistenzsysteme; die Werkzeuge, die am ehesten als intelligent zu bezeichnen wären, sind das bekannte „Zauberstab“-Werkzeug oder automatische Bildoptimierungen in Fotosoftware.


Tiefe künstliche neuronale Netze, die das sogenannte Deep Learning ermöglichen, haben vor einigen Jahren den Bereich der Bildanalyse revolutioniert und bieten in Kombination mit steigenden Rechenleistungen das Potenzial für deutlich bessere Unterstützungs-Systeme: Von der inhaltlichen und ästhetischen Bildanalyse mit konkreten Verbesserungsvorschlägen für den Nutzer, über automatische Bildbearbeitung bis hin zu automatisch neu generierten Inhalten sind viele Werkzeuge denkbar und werden im Projekt erforscht.

Um diese Systeme für die genannten Aufgaben zu entwickeln, sind eine große Menge an geeigneten Trainingsaten für unterschiedlichste Fragestellungen notwendig. Nach dem Aufbau der entsprechenden Datenbanken können die Systeme trainiert und optimiert werden. Ein weiterer Aspekt im Projekt die die Transferierbarkeit der KI-Systeme auf unterschiedliche Plattformen wie mobile Endgeräte mit entsprechenden Hardware-Restriktionen.

Das im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs CreateMedia.NRW von der EU und NRW geförderte Projekt ist im Februar 2019 gestartet und läuft zwei Jahre.

Anschrift & Kontakt

Marc Otten
Projektmanagement KIDesign
E-Mail: marc.otten@bo-i-t.de
Telefon: +49 234 45 979 727
Universitätsstraße 105
44789 Bochum
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